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Immobilienpreise Costa Blanca 2027: Preise & Prognose

Moraira und Jávea bleiben teuer, Dénia und Benidorm legen kräftig zu, während sich der Markt in Altea und Teilen der südlichen Costa Blanca beruhigt. Zum Jahresende 2026 zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Küstenorten. Was bedeutet das für Käufer und Eigentümer 2027?

Immobilienpreise Costa Blanca 2027: Wo steigen die Preise weiter?

Fast 1.900 Euro pro Quadratmeter liegen zwischen Moraira und Torrevieja. Doch nicht nur die Preise unterscheiden sich erheblich. Auch die Entwicklung verläuft zunehmend uneinheitlich: Während einige Küstenorte weiterhin zweistellige Zuwachsraten verzeichnen, stagnieren die Angebotspreise andernorts oder gehen leicht zurück. In der Provinz Alicante kosteten angebotene Wohnimmobilien im Oktober 2026 durchschnittlich 2.783 Euro pro Quadratmeter, 7,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Preisanstieg hält an, hat gegenüber dem Jahresbeginn aber deutlich an Tempo verloren.

Immobilienpreise Costa Blanca: Die Orte im Vergleich

Ort

Preis pro m²

Veränderung zum Vorjahr

Moraira

4.462 €

+7,4 %

Jávea / Xàbia

4.169 €

+5,9 %

Benidorm

3.845 €

+9,9 %

Benissa

3.552 €

+5,5 %

Calp

3.513 €

+5,3 %

Altea

3.461 €

+1,9 %

Dénia

3.379 €

+9,6 %

Finestrat

3.335 €

+2,5 %

El Campello

3.263 €

+4,4 %

Pilar de la Horadada

3.206 €

−1,4 %

Villajoyosa

3.120 €

+11,6 %

Orihuela Costa

3.061 €

+4,9 %

Santa Pola

2.833 €

+15,3 %

Alicante (Stadt)

2.744 €

+5,2 %

Guardamar del Segura

2.670 €

+11,1 %

Torrevieja

2.566 €

+8,5 %

Quelle: Idealista, Oktober 2026. Durchschnittliche Angebotspreise für Wohnimmobilien, keine tatsächlich erzielten Verkaufspreise. Moraira und Orihuela Costa werden als eigenständige Teilmärkte ausgewiesen.

Die Zahlen zeigen: Hohe Immobilienpreise bedeuten nicht automatisch hohe Preissteigerungen. Einige bislang günstigere Küstenorte holen kräftig auf, während sich das Wachstum in etablierten Hochpreismärkten abschwächt.

 Immobilienmarkt 2027: Steigen die Preise weiter?

Ein flächendeckender Preisrückgang ist bislang nicht erkennbar. Allerdings sank die jährliche Steigerungsrate der Angebotspreise in der Provinz Alicante von 13,1 Prozent im Januar auf 7,1 Prozent im Oktober 2026. Auch die Prognosen deuten auf eine Verlangsamung hin. BBVA Research erwartet für Spanien 2026 einen Preisanstieg von 12 Prozent, für 2027 weitere 5,7 Prozent. Gleichzeitig dürfte die Zahl der Immobilienverkäufe 2026 zurückgehen. Hauptgrund für den anhaltenden Preisdruck bleibt das begrenzte Wohnungsangebot. Die Neubautätigkeit hält nach Einschätzung der Bank nicht mit der Nachfrage Schritt. Die Prognose gilt allerdings für Spanien insgesamt. Ob Immobilien in Moraira, Benidorm oder Torrevieja 2027 tatsächlich teurer werden, hängt von den jeweiligen lokalen Marktbedingungen ab.

 Marina Alta: Moraira und Jávea teuer, Dénia dynamischer

Moraira und Jávea gehören weiterhin zu den teuersten Immobilienstandorten der Costa Blanca. Beide Märkte sind stark von Villen, freistehenden Häusern und gefragten Küstenlagen geprägt. Die Preissteigerungen fallen jedoch geringer aus als in Dénia. Dort legten die Angebotspreise innerhalb eines Jahres um 9,6 Prozent zu. Moraira und Jávea liegen dagegen bereits leicht unter ihren zwischenzeitlichen Höchstständen vom August. Auch Benissa und Calp verzeichnen moderatere Zuwächse. Für 2027 dürfte damit die Entwicklung einzelner Wohnlagen stärker ins Gewicht fallen als der allgemeine Trend der Marina Alta.

Marina Baixa: Benidorm und Villajoyosa legen zu

In der Marina Baixa entwickeln sich die Nachbargemeinden sehr unterschiedlich. Benidorm und Villajoyosa verzeichnen kräftige Preissteigerungen, während Altea mit einem Jahresplus von lediglich 1,9 Prozent deutlich langsamer wächst. In Finestrat beträgt der Anstieg 2,5 Prozent. Das bedeutet noch keine Trendwende, zeigt aber, dass selbst gefragte Immobilienstandorte nicht automatisch im gleichen Tempo teurer werden. Besonders in Benidorm bestehen zudem erhebliche Unterschiede zwischen den Wohnlagen. Der kommunale Durchschnittspreis allein reicht für eine realistische Immobilienbewertung kaum aus.

Alicante und Costa Blanca Süd: Günstiger, aber nicht überall

Santa Pola verzeichnet mit 15,3 Prozent den stärksten Anstieg der untersuchten Orte. Auch Guardamar del Segura und Torrevieja haben sich deutlich verteuert. Alicante bleibt im Vergleich zu vielen nördlichen Küstenorten günstiger. Allerdings unterscheiden sich die Preise zwischen Zentrum, Strandlagen und anderen Wohnvierteln erheblich. In Orihuela Costa fällt die Jahressteigerung mit 4,9 Prozent moderater aus. Pilar de la Horadada verzeichnet sogar einen leichten Rückgang. Innerhalb beider Gebiete entwickeln sich einzelne Wohnlagen jedoch unterschiedlich. Die südliche Costa Blanca ist damit keineswegs ein einheitlicher Markt für preisgünstige Immobilien.

Warum bleiben Immobilien an der Costa Blanca teuer?

Der Preisdruck betrifft nicht nur die Küste. Nach Angaben des spanischen Statistikamtes INE verteuerten sich Wohnimmobilien in der Comunitat Valenciana im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent. Neben dem begrenzten Angebot spielt an der Costa Blanca die internationale Nachfrage eine wichtige Rolle. Ausländische Käufer erwerben Immobilien als Hauptwohnsitz, Zweitwohnsitz oder Kapitalanlage. Gleichzeitig benötigen Einheimische und dauerhaft ansässige Residenten bezahlbaren Wohnraum. In vielen Gemeinden treffen damit unterschiedliche Käufergruppen auf einen begrenzten Immobilienbestand. Das stützt die Preise, auch wenn die Zahl der abgeschlossenen Verkäufe zurückgeht.

Kaufen oder verkaufen 2027: Worauf kommt es an?

Wer 2027 eine Immobilie kaufen möchte, sollte nicht allein auf sinkende Preise spekulieren. Die bisherigen Daten liefern dafür keine ausreichenden Hinweise. Gleichzeitig ist nicht jeder geforderte Verkaufspreis gerechtfertigt. Entscheidend sind vergleichbare Immobilien in derselben Wohnlage, Bauzustand, Ausstattung, notwendige Sanierungen und die rechtliche Situation. Auch die Finanzierungskosten beeinflussen, wie teuer ein Kauf tatsächlich wird. Für Eigentümer sind die gestiegenen Angebotspreise ein positives Signal, aber keine Garantie für den erzielbaren Verkaufspreis. Gerade bei älteren Immobilien können die Vorstellungen von Verkäufern und Käufern deutlich auseinanderliegen. Die Costa Blanca startet damit auf hohem Preisniveau in das Jahr 2027, allerdings mit spürbar unterschiedlicher Dynamik. Während Dénia, Benidorm und Villajoyosa zuletzt kräftig zulegten, zeigen Altea, Orihuela Costa und Pilar de la Horadada eine ruhigere Entwicklung.

 Für Käufer und Eigentümer zählt deshalb zunehmend der konkrete Standort statt der allgemeinen Preisentwicklung an der Costa Blanca. Ob sich die Abschwächung 2027 fortsetzt, werden die nächsten Verkaufszahlen und Preisstatistiken zeigen.

Datenstand: 5. November 2026. Angebotspreise Oktober 2026, Ausblick auf 2027.

Quellen: Idealista – Immobilienpreisentwicklung Provinz Alicante, INE – Immobilienpreisindex, zweites Quartal 2026, BBVA Research – Immobilienmarkt und Prognosen

Methodischer Hinweis: Idealista hat im Juli 2026 seine Berechnungsmethodik angepasst. Die veröffentlichten Jahresveränderungen sind deshalb bei längerfristigen Vergleichen mit entsprechender Vorsicht zu interpretieren.

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