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Heftiger Starkregen hat in Valencia bereits Überschwemmungen und Verkehrsprobleme verursacht. An der Costa Blanca sind die Folgen bislang geringer, doch die kritische Phase ist noch nicht vorbei: Für Teile der Provinz Alicante gilt am Donnerstag Warnstufe Orange. Schulen bleiben je nach Gemeinde geschlossen oder geöffnet.
Stand: Donnerstag, 17. September 2026, 8:30 Uhr
Die Costa Blanca steht am Donnerstag vor den voraussichtlich kritischsten Stunden der aktuellen Unwetterlage. Während heftige Gewitter am Mittwochabend in Valencia Straßen überfluteten, den öffentlichen Verkehr beeinträchtigten und zeitweise den Flughafen lahmlegten, sind zwischen Dénia und Pilar de la Horadada am frühen Morgen noch keine vergleichbaren Schäden bestätigt.
Das kann sich lokal schnell ändern. Für Küstenbereiche der Provinz Alicante gelten weiterhin Wetterwarnungen vor Starkregen und Gewittern. AEMET rechnet im südlichen Küstenbereich am Vormittag mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit für Regen und Gewitter.
Entscheidend ist dabei die lokale Verteilung: Einzelne Gewitterzellen können innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen bringen, während wenige Kilometer entfernt deutlich weniger fällt.
Eine allgemeine Schulschließung für die Costa Blanca gibt es nicht. Die Gemeinden entscheiden abhängig von der örtlichen Gefahrenlage.
In Elche ist die gesamte Unterrichtstätigkeit am Donnerstag bis 15 Uhr ausgesetzt. Bis dahin bleiben auch Parks und Palmerales geschlossen; Sport- und Freizeitaktivitäten im Freien fallen aus. Die Maßnahmen gelten während der orangenen Warnstufe.
In Santa Pola bleiben Schulen und Institute nach der kommunalen Anordnung am Donnerstag geschlossen. Auch weitere öffentliche Einrichtungen und Außenanlagen sind von Vorsichtsmaßnahmen betroffen.
In Orihuela Costa fällt der Unterricht den gesamten Donnerstag an vier Einrichtungen aus: CEIP Los Dolses, CEIP Playas de Orihuela, CEIP Nº20 und IES Playa Flamenca. Wichtig: Die Maßnahme betrifft ausschließlich diese vier Schulen. Die übrigen Bildungseinrichtungen im Gemeindegebiet Orihuela arbeiten nach Angaben des Ayuntamiento normal. Märkte sowie Freizeit-, Sport- und Außenaktivitäten wurden im gesamten Municipio ausgesetzt.
In Torrevieja bleiben Schulen und Kindertagesstätten nach dem aktuell bestätigten Stand geöffnet. Ausgesetzt wurden dagegen Aktivitäten im Freien; außerdem gelten weitere kommunale Vorsichtsmaßnahmen.
Damit unterscheidet sich Torrevieja von der unmittelbar angrenzenden Orihuela Costa. Berichte über eine generelle Schulschließung in Torrevieja lassen sich nach unserer aktuellen Prüfung nicht bestätigen.
Auch in Dénia und Xàbia findet der Unterricht nach dem zuletzt veröffentlichten Stand statt. Dénia hat jedoch kommunale Aktivitäten im Freien am Vormittag ausgesetzt. Xàbia rät insbesondere von unnötigen Fahrten und vom Aufenthalt an Barrancos, Wasserläufen und überflutungsgefährdeten Stellen ab.
Für Calp, Altea, Benidorm, Guardamar del Segura, Rojales, San Fulgencio, San Miguel de Salinas und Pilar de la Horadada lag am frühen Donnerstagmorgen keine bestätigte generelle Schulschließung vor. Familien sollten kurzfristige Mitteilungen ihrer Gemeinde und Schule beachten.
An der Costa Blanca ist am frühen Donnerstagmorgen noch keine Schadenslage bestätigt, die mit den Ereignissen der vergangenen Nacht in Valencia vergleichbar wäre.
Das bedeutet keine Entwarnung. AEMET erwartet beispielsweise für Alicante am Vormittag Gewitter und Regen; für 10 Uhr weist die Stundenprognose eine erhebliche Warnlage aus. Auch für Küstenorte wie Villajoyosa wird am Donnerstagvormittag Regen erwartet.
Besondere Vorsicht gilt an Barrancos, Ramblas, Unterführungen, Furten und tiefer gelegenen Straßen. Überflutete Straßen sollten nicht durchfahren und Fahrzeuge nicht in bekannten Überschwemmungsbereichen abgestellt werden.
Wie schnell die Lage eskalieren kann, zeigte sich am Mittwochabend in Valencia und seinem Umland.
Innerhalb sehr kurzer Zeit fielen örtlich außergewöhnlich große Regenmengen. In einigen Gebieten wurden etwa 70 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer halben Stunde gemessen. Straßen liefen voll, Menschen mussten aus Fahrzeugen gerettet werden und der Notfalldienst registrierte 478 wetterbedingte Vorfälle. Schwere Personenschäden wurden zunächst nicht gemeldet.
Der Barranco del Poyo führte deutlich mehr Wasser, trat nach den bislang vorliegenden Angaben jedoch nicht über die Ufer.
Die Bilder und Warnungen erinnern zwangsläufig an die verheerende DANA vom 29. Oktober 2024. Die aktuelle Situation sollte damit jedoch nicht gleichgesetzt werden: Bislang gibt es keine vergleichbare Schadensdimension. Die Erfahrungen von 2024 erklären allerdings, weshalb Wasserstände, Barrancos und kurzfristige Warnungen heute besonders aufmerksam verfolgt werden.
Der Flughafen Valencia-Manises musste am Mittwochabend wegen der Folgen des Starkregens vorübergehend schließen. Am Donnerstagmorgen läuft der Betrieb wieder; während der Unterbrechung wurden Flüge umgeleitet.
Für Bewohner insbesondere der nördlichen Costa Blanca ist das relevant: Valencia ist neben Alicante-Elche für viele Reisende eine wichtige Flughafenalternative. Passagiere sollten deshalb vor der Fahrt nach Manises ihren Flugstatus kontrollieren.
Auch die Bahn ist betroffen. Auf der Cercanías-Linie C1 zwischen Gandia und Valencia wurde der Verkehr wegen einer wetterbedingten Störung unterbrochen. Nach dem aktuellen Stand soll die Einschränkung bis etwa 14 Uhr dauern.
Für die Costa Blanca konzentriert sich das größte unmittelbare Risiko auf den Donnerstag.
Im Raum Alicante zeigt die AEMET-Stundenprognose am Morgen und Vormittag eine sehr hohe Regen- und Gewitterwahrscheinlichkeit. An der Küste werden regional Schauer und kräftige Gewitter erwartet.
Dabei muss nicht jeder Ort gleichermaßen betroffen sein. In Torrevieja und Guardamar zeigt die aktuelle Küstenprognose beispielsweise vor allem starke Bewölkung, während weiter nördlich beziehungsweise rund um Alicante Regen und Schauer erwartet werden.
Freitag: Die Wetterlage bleibt wechselhaft. Regional sind weitere Schauer möglich, das Risiko der aktuell erwarteten sehr intensiven Gewitter nimmt nach derzeitiger Prognose jedoch ab.
Samstag: Weitere Entspannung. An einigen Küstenabschnitten sind noch Schauer möglich, zunehmend setzen sich aber trockenere und sonnigere Phasen durch. Für Torrevieja und Guardamar zeigt AEMET bereits sonnige Bedingungen.
Sonntag: Nach aktuellem Stand setzt sich die Stabilisierung fort. Damit bleibt Donnerstag der Tag, an dem kurzfristige Warnungen und kommunale Entscheidungen besonders aufmerksam verfolgt werden sollten.
Für Bewohner gilt weiterhin: Warnungen von AEMET, Emergències 112 Comunitat Valenciana und der jeweiligen Gemeinde beachten. Bei Starkregen nicht durch überflutete Straßen, Furten oder Wasserläufe fahren und Aufenthalte in Barrancos oder anderen bekannten Überschwemmungsbereichen vermeiden.
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