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Für die Comunitat Valenciana steht dabei viel auf dem Spiel: Nach Berechnungen des Finanzministeriums könnte sie durch das neue Modell 3,669 Milliarden Euro zusätzlich erhalten. Das Geld stärkt den Etat der Generalitat und damit Bereiche wie Gesundheit, Bildung und Pflege. Endgültig beschlossen ist die Reform noch nicht.
Der Consejo de Política Fiscal y Financiera (CPFF) hat am 4. September der Reform der spanischen Regionalfinanzierung zugestimmt. Nach Angaben des Finanzministeriums soll das neue Modell den autonomen Gemeinschaften insgesamt 20,975 Milliarden Euro zusätzliche Mittel bringen.
Für die Comunitat Valenciana fällt der mögliche Zuwachs besonders hoch aus. Hacienda beziffert das Plus gegenüber dem geltenden Finanzierungssystem auf 3,669 Milliarden Euro.
Die Summe ist allerdings noch kein feststehender Auszahlungsbetrag. Das neue System muss zunächst gesetzlich umgesetzt werden.
Die zusätzlichen Milliarden würden nicht direkt an Gemeinden wie Dénia, Calp, Benidorm, Alicante oder Torrevieja fließen. Empfänger wäre die Comunitat Valenciana.
Das ist für Bewohner der Costa Blanca dennoch unmittelbar relevant. Die Generalitat finanziert zentrale öffentliche Leistungen, darunter Gesundheitsversorgung, Bildung und Pflege. Dazu gehören beispielsweise Krankenhäuser, Gesundheitszentren und Schulen.
Hacienda nennt die Comunitat Valenciana als eine der Regionen, die vom bisherigen Finanzierungssystem benachteiligt werden. Mit zusätzlichen 3,669 Milliarden Euro würde Valencia beim neuen Modell zu den Gemeinschaften mit dem größten absoluten Zuwachs gehören.
Wie die Generalitat zusätzliche Mittel später konkret verteilt, ist damit allerdings nicht festgelegt.
Entscheidend für die Verteilung ist nicht allein die Einwohnerzahl. Das neue Modell arbeitet mit der sogenannten „población ajustada“, einer angepassten Bevölkerungszahl.
Dabei wird berücksichtigt, wie unterschiedlich der tatsächliche Bedarf an öffentlichen Leistungen zwischen den Regionen ist. Eine Rolle spielen unter anderem Altersstruktur, Gesundheits- und Bildungsbedarf sowie geografische Faktoren.
Ziel ist es, die Unterschiede bei der Finanzierung pro Einwohner zwischen den autonomen Gemeinschaften zu verringern.
Gleichzeitig soll keine Region durch den Wechsel finanziell schlechter gestellt werden als unter dem bisherigen System.
Trotz des möglichen Milliardenplus hat die valencianische Regionalregierung beim CPFF gegen die Reform gestimmt.
Der Consell kritisiert unter anderem fehlenden Konsens zwischen den autonomen Gemeinschaften und fordert weitere Maßnahmen gegen die strukturelle Unterfinanzierung Valencias.
Damit stehen sich Madrid und Valencia in der Bewertung der Reform weiterhin gegenüber: Die Zentralregierung sieht im neuen Modell eine deutliche Verbesserung für die Comunitat Valenciana, während die Generalitat die vorgeschlagene Lösung für nicht ausreichend hält.
Unabhängig von der Reform sollen die autonomen Gemeinschaften 2027 bereits höhere reguläre Vorauszahlungen aus dem Finanzierungssystem erhalten.
Hacienda hat dafür insgesamt 170,529 Milliarden Euro angekündigt – 8,1 Prozent mehr als 2026.
Diese Summe ist nicht mit den zusätzlichen 20,975 Milliarden Euro des neuen Modells zu verwechseln. Die regulären Vorauszahlungen stehen unabhängig davon; Hacienda weist ausdrücklich darauf hin, dass die Mittel bei einer Verabschiedung des neuen Systems noch weiter steigen würden.
Mit der Zustimmung des CPFF ist das neue Finanzierungssystem noch nicht endgültig in Kraft.
Nach dem derzeitigen Verfahren muss die Reform gesetzlich umgesetzt und parlamentarisch verabschiedet werden. Die spanische Regierung will das neue Modell zum 1. Januar 2027 in Kraft setzen.
Für die Comunitat Valenciana geht es damit um weit mehr als eine abstrakte Finanzdebatte in Madrid. Sollten die Berechnungen von Hacienda Bestand haben und die Reform verabschiedet werden, stünden der Generalitat 3,669 Milliarden Euro mehr als im bisherigen System zur Verfügung – und damit zusätzliche Mittel für öffentliche Leistungen, auf die auch die Menschen an der Costa Blanca angewiesen sind.
Quelle: Ministerio de Hacienda, Gobierno de España
https://www.hacienda.gob.es/es-es/prensa/noticias/paginas/2026/20260904-np-cpff-directo.aspx
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