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Die DANA „Adam“ hat besonders die Marina Alta schwer getroffen. Am Montagmorgen verschickten die Behörden erneut Handywarnungen. Tausende Schüler haben unterrichtsfrei, zahlreiche Straßen sind gesperrt. Trotz angekündigter Wetterbesserung bleibt die Hochwassergefahr bestehen.
Die Lage im Norden der Costa Blanca ist am Montag (19. Oktober) weiterhin kritisch. In Dénia, Pego, Els Poblets und angrenzenden Gemeinden stehen Straßen und Grundstücke unter Wasser. Die Generalitat Valenciana hat die Hochwasser-Notfallstufe 2 für die Marina Alta aktiviert. Rettungskräfte sind im Einsatz, unterstützt von der militärischen Katastrophenschutzeinheit UME.
Das valencianische Notfallzentrum verschickte am Montagmorgen gegen 7 Uhr erneut ES-Alert-Warnungen an Mobiltelefone in der Marina Alta und La Safor. Gegen 8 Uhr folgte eine weitere dringende Warnung für den Norden Alicantes und den Süden Valencias.
Die Behörden fordern die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben, unnötige Fahrten zu vermeiden und sich von Flüssen, Barrancos und überfluteten Gebieten fernzuhalten. Bei steigendem Wasserstand sollen sich Bewohner in obere Stockwerke begeben. Keller, Tiefgaragen und Aufzüge sind bei Hochwassergefahr zu meiden.
Besonders stark betroffen sind Pego und Forna bei l’Atzúbia. Dort wurden innerhalb von 24 Stunden rund 650 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Auch Dénia und Xàbia verzeichneten außergewöhnlich hohe Niederschläge.
Der Río Girona trat bei Els Poblets über die Ufer, zahlreiche Straßen wurden überflutet. Entlang des Río Girona und des Río Racons bleibt die Situation angespannt. Rettungskräfte mussten eingeschlossene Menschen befreien. In Xàbia wurde zudem ein Campingplatz evakuiert, mehr als 100 Menschen wurden vorübergehend in Sicherheit gebracht.
Nach Angaben der Generalitat fällt am Montag in der Provinz Alicante für rund 22.000 Schüler der Präsenzunterricht aus. Betroffen sind unter anderem Dénia, Xàbia, Pego, Calpe, Teulada-Moraira, Ondara und Els Poblets. In Benissa und Pedreguer wurden zunächst zeitlich begrenzte Unterrichtsausfälle angeordnet. Ob Schulen auch am Dienstag geschlossen bleiben, entscheiden die jeweiligen Gemeinden.
Erhebliche Einschränkungen gibt es außerdem im Straßenverkehr. Die DGT meldete am Montagmorgen hochwasserbedingte Sperrungen und Behinderungen, unter anderem auf der CV-700, CV-715, CV-723 und CV-728 im Bereich der Marina Alta. Der aktuelle Status einzelner Straßen kann sich kurzfristig ändern.
Weiter südlich ist die Lage bislang weniger dramatisch. Für die Marina Baixa gilt die Hochwasser-Notfallstufe 0. Auch im Raum Alicante, Torrevieja und Orihuela Costa können örtliche Starkregenfälle und Gewitter noch zu Problemen führen.
Am Montag, 19. Oktober, bleibt das Wetter an der Costa Blanca wechselhaft. AEMET erwartet weitere Schauer und örtliche Gewitter, besonders im Norden. Die Temperaturen liegen meist bei 20 bis 23 Grad.
Am Dienstag, 20. Oktober, soll sich das Wetter deutlich beruhigen. Bei zunehmend freundlichem Himmel und weitgehend trockenen Bedingungen steigen die Temperaturen örtlich auf 25 bis 27 Grad.
Entwarnung bedeutet das für die überschwemmten Gebiete noch nicht. Hohe Wasserstände, beschädigte Straßen und lokale Sperrungen können über das Ende der Regenfälle hinaus bestehen bleiben.
Aktuelle Informationen: Wetterwarnungen veröffentlicht AEMET, Straßensperrungen die DGT. Verbindliche Anweisungen und Notfallmeldungen kommen von 112 Comunitat Valenciana.
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