Costa Blanca Magazin

Mietpreise in Spanien auf Rekordhoch

Mietpreise in Spanien auf Rekordhoch

Stärkster Preisanstieg seit Messbeginn – Barcelona und Madrid besonders betroffen

Die Mietpreise in Spanien sind im Februar 2024 auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Laut dem aktuellen Preisbericht von Idealista verteuerten sich Mieten im Vergleich zum Vorjahr um 11% und erreichten einen landesweiten Durchschnitt von 14 Euro pro Quadratmeter. Besonders stark fiel der Anstieg in den Metropolen Barcelona (+13,7%) und Madrid (+13,4%) aus.

Mieten steigen flächendeckend – Rekordanstiege in mehreren Städten
Insgesamt zogen die Preise in 47 spanischen Provinzhauptstädten im Vergleich zum Vorjahr an – lediglich Lleida verzeichnete einen leichten Rückgang um 1,2%. Den stärksten Mietanstieg gab es in Palencia (+17,9%), gefolgt von Ávila (+16,5%), León (+14,4%), Valencia (+14,3%) sowie den bereits erwähnten Spitzenreitern Barcelona und Madrid.

Auch in anderen gefragten Wohnmärkten, darunter Málaga (+10,6%), Palma (+10,2%), Alicante (+9,8%), Bilbao (+8,8%) und Sevilla (+8,6%), mussten Mieter tief in die Tasche greifen.

Barcelona bleibt die teuerste Stadt Spaniens mit durchschnittlich 23,7 Euro/m², gefolgt von Madrid (21,2 Euro/m²) und San Sebastián (17,7 Euro/m²). In günstigeren Städten wie Ciudad Real (7,2 Euro/m²) und Badajoz (7,5 Euro/m²) sind die Mietpreise nach wie vor deutlich niedriger.

Regionale Trends: Alle Provinzen betroffen, Madrid mit höchstem Anstieg
Nicht nur in den Städten, sondern auch auf Provinzebene zeigt sich ein flächendeckender Mietpreisanstieg. Teruel verzeichnet mit +21,3% die höchste Verteuerung, gefolgt von Zamora (+17,1%), Ávila (+15,9%) und Palencia (+15,5%). Guipúzcoa (2,6%) und Badajoz (2,8%) meldeten die geringsten Preissteigerungen.
Die Region Madrid (+14,4%) führt die Liste der autonomen Gemeinschaften mit den stärksten Preisanstiegen an, gefolgt von Asturien (+12,5%), Aragonien (+12,5%), Katalonien (+12,1%) und der Region Valencia (+11,8%).
Insgesamt befinden sich die Mieten in der Hälfte Spaniens auf einem historischen Höchststand. Die teuersten Regionen bleiben Madrid (19,2 Euro/m²), Katalonien (18,4 Euro/m²) und die Balearen (18,1 Euro/m²), während in Extremadura (6,8 Euro/m²) und Kastilien-La Mancha (7,5 Euro/m²) die Preise am niedrigsten sind.

Die aktuellen Zahlen von Idealista zeigen, dass der spanische Mietmarkt weiter unter Druck steht. Während sich die Nachfrage insbesondere in den wirtschaftlich starken Ballungszentren weiter erhöht, bleibt das Angebot knapp – ein Trend, der sich vorerst nicht umkehren dürfte. Ob politische Maßnahmen oder Marktkorrekturen künftig eine Entlastung bringen, bleibt abzuwarten.